Sonntag, Februar 18, 2007
Samstag, Februar 17, 2007
Donnerstag, Februar 15, 2007
K-Day
Bei mir war es eigentlich völlig in Ordnung. Klar, kündigen ist immer unangenehm und ich musste auch beim Chef und nicht bei der Cheffin kündigen, da sie unterwegs war - aber er konnte es gut verstehen. New Plymouth sei eben schon ein sehr kleiner, von der Welt abgeschiedener Platz, das habe er am Anfang auch gespürt. Und das wichtigste im Leben überhaupt sei es, glücklich zu sein. Wenn wir es nicht sind, ist es gut weiter zu ziehen.
Bei Jörn war es auch nicht schlecht. Er musste seinem Chef per Mail kündigen da der auf Geschäftsreise ist - das hat so das Kaliber von „per SMS Schluss machen“. Dafür hat der rumgepisst, er habe aber gefälligst eine saubere Übergange zu machen. Schliesslich hätte man ja in ihn investiert.... Von Seiten des Sales Reps wurde uns gratuliert – gut das ihr Euren Arsch hier wegbekommt! Das spricht wirklich nicht für New Plymouth.
Damit ist dieses Kapitel auch überstanden. Jetzt haben wir noch ziemlich genau 5 Wochen in New Plymouth. Es ist Sommer, der Umzug ist erledigt, ein paar Kleinigkeiten müssen noch verkauft werden – das lässt viel Zeit für Sport und Reisen. Nächste Woche werde ich versuchen, das touristische New Plymouth in Bildern einzufangen. Das ist ein reizvolles Projekt! Stay tuned!
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Mittwoch, Februar 14, 2007
CULINARY CRIME
Ein wunderbares verhaltenswissenschaftliches Phänomen ist es, dass wir uns aus sehr wenigen Informationen ein schnelles Bild über manche Dinge machen können. So etwas wird u.a. als Entscheidungsheuristik oder Konditionierung bezeichnet und macht es uns im Alltag viel leichter, mit der Flut an Informationen umzugehen. Ein gäniges Beispiel ist es, dass ich im Supermarkt sofort auf rote Preise reagiere – hab ja schliesslich gelernt, dass das ein Supermegaschnäppchen sein muss. Oder, dass ich z.B. weiss (ohne es wirklich zu wissen) dass ich so ein leckeres süsses Stückchen wohl beim Bäcker kaufen kann. So viel dazu. Neulich lagen in unserem Büro ein Haufen dieses Pappverpackungen:
Ich bin ja nunmal ein bekennender Pizza Fan und stehe auch dazu, mir mehr als einmal Pizza bestellt zu haben (manche erinnern sich an unsere Abschiedfeier, wo mich der Pizzamensch am Telefon nach der 5ten Bestellung angefangen hat auszulachen „Humboldstrasse – hahaha“...). Daher hatte ich alles Mögliche erwartet – aber nicht das:
In Neuseeland ist es nicht unüblich Dessertpizzen anzubieten. Ich denke, das liegt einfach daran, dass sie viel zu weit weg sind um von einer italienischen Mama eines mit dem Kochlöffel übergezogen zu bekommen, für so ein kulinarisches Verbechen.
Wie dem auch immer: es lehrt mich offen zu bleiben und immer vorsichtig in die Pappschachtel zu schaun. Es kann nämlich sehr gut sein, dass sich innen drinnen etwas ganz anderes verbirgt, als ich erst einmal angenommen hätte.
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Montag, Februar 12, 2007
Sonntag, Februar 11, 2007
SEALS

Nachdem mittlerweile richtig Sommer in Taranaki eingekehrt ist, haben wir uns auf den Weg gemacht, einen der Felsen im Hafen zu erklimmen. Oben angekommen haben wir dann auch gleich unserer nächstes Ziel gesehen: Seehunde in der nächsten Bucht! Seehunde sind schon irgendwie arme Viecher. Fett, träge und ohne Arme fristen sie ihr Dasein auf irgendwelchen Felsen. Ich bin trotzdem ganz fasziniert. Das sind schon richtig große Tiere. Und wir haben auch sehr darauf geachtet, ihnen auf keinen Fall zu nahe zu kommen. Schade dass man die schönsten Dinge immer erst dann entdeckt, wenn es schon fast vorbei ist.
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9:45 AM
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Samstag, Februar 10, 2007
Freitag, Februar 09, 2007
GONE
Wow, der erste Schritt zurück nach Deutschland ist getan. Die Spedition kam heute morgen und hat unsere 19 Kartons mitgenommen. Hui, und plötzlich ist alles weg! Ich habe das Gefühl von Umzug zu Umzug immer weniger zu besitzen. Es sammelt sich über die Jahre eben doch viel Zeug an. Kleine Dinge, unnötige oder unbedeutende Dinge. Im Vergleich zu unserer doch sehr schnellen Abreise aus Deutschland (keine 6 Wochen lagen zwischen "Wir gehen nach NZ" und dem ganzen Hochzeit&Umzugs&Abreise-Trubel) hatten wir dieses mal jedoch wirklich Zeit, all unsere Altlasten zu sortieren und das ganze Gerümpel an bits & pieces wirklich zu ordnen. Als wenn unsere ganzes Leben entrümpelt worden ist und nur noch die Dinge da sind, die uns wirklich viel bedeuten. Und das ist ein gutes Gefühl.
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Donnerstag, Februar 08, 2007
Commitment
Gestern morgen, 5.45h, der Wecker klingelt...und ich höre nur ein, „Es regnet, ich gehe nicht laufen!“ von der anderen Seite. Da lieg ich nun, halb wach, halb schlafend und ärger mich über den Nieselregen. Und über mich. Warum steh ich nicht auf und geh laufen? Vorgenommen hab ich es mir doch ganz fest. Und schliesslich habe ich ja auch ein Ziel: Ich möchte dieses Jahr alle Triathlondistanzen bis zur Mitteldistanz* (aka Half Ironman) finishen. Und das ist kein Kindergeburtstag. Aber wann hab ich denn noch mal soviel Zeit wie jetzt? Daher halte ich das Projekt Half Ironman auch für realistisch, wenn auch ehrgeizig - so lange mein Commitment stimmt.
Commitment würde ich als „Wenn du etwas machst, mach es ganz oder gar nicht“ (oder gemässigter: Steh zu deinen Entschlüssen und mach das Beste draus) beschreiben. Wenn ich mich zu Training commite, mach ich es und trauer nicht den Wellen nach, die ich grade verpassen könnte. Bring ich in einen Job Commitment ein, dann sind auch Überstunden bis zu einem gewissen Grad in Ordnung. Wenn ich in eine Beziehung Commitment einbringe, steh ich zu meinem Partner und bin nicht ständig auf der Suche nach etwas Besserem. Ich denke, unser Commitment in die Dinge die wir tun entscheidet darüber, wie wir mit Tiefphasen umgehen. Wie zum Beipiel damit, in New Plymouth gestrandet zu sein. Oder eben mit dem Wecker der unchristlich früh klingelt.
Und ja, wir waren dann doch noch laufen.
*Mitteldistanz = 1.9km schwimmen, 92km radeln und 21.5km laufen...am Stück und unter 7h.
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Dienstag, Februar 06, 2007
Fridge week # 5: Sold
Ironie oder nicht: ich habe heute unseren Kühlschrank verkauft. Was für ein schöner Abschluss meiner 5-Tages Fridge Week! Aber nicht nur das. Der Kühlschrank nimmt auch gleich noch die Waschmaschiene und den Trockner mit. Wie sagt man so schön: Three is a crowd.
Nun ja, leider ist das Timing etwas schlecht für uns. Der Verlauf wie Trade me (=kiwi ebay) lief dann doch viel besser als erwartet und ich konnte innerhalb der letzten Woche fast unseren ganzen Hausstand verkaufen. Womit ich am Ende auch wieder am Anfang der fridge week stehe: Was machen wir denn nun die verbleibenden 7 Wochen ohne Kühlschrank?
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10:37 AM
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Montag, Februar 05, 2007
Shirt Cake
Brrr...Ruhig großer Brauner....T-Shirt Kuchen bei den Königskinder? Was ist da denn los? Ja, wir sind am Packen. Und ich komm mir vor wie in einer Zeitschleife. Hab ich das denn nicht erst grade eben gemacht? Ein Jahr ist vergangen und wir packen unsere Habseeligkeiten mal wieder zusammen. Nachdem wir es dieses mal aber selber bezahlen müssen, packen wir auch selber. Und HUI....statt 80 Kartons kommen wir grade mal so auf 18 Teile.18 bis in den letzten Winkel des Kartons vollgepackte Teile. Jörns Design Modelle sind wohlbehütet in Omas Socken verstaut worden und die Backformen und Töpfe wurden mit Tshirts gestopft. Geht doch, wenn plötzlich jeder Kubikmeter zählt. Deshalb auch nur ein schneller Post für heute....die Arbeit ruft!
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Sonntag, Februar 04, 2007
Fridge week #4: The Community Fridge
Was unterscheidet den häuslichen Kühlschrank von einem Community Fridge? Dazu muss ich kurz etwas ausholen und erklären, was in Neuseeland ein Community Fridge ist. Der Community Fridge steht in der Community Küche auf einem Campingplatz. Im Gegensatz zu deutschen Campingplätzen sind neuseeländische Camp Grounds richtig gut ausgestattet. Richtige Küchen, Toaster, Wasserkocher und elektrische Barbeques gehören zu der Standardausstattung. Und natürlich auch ein Kühlschrank. Aber nein, Diebstahl, Verbrechen! Kriminelle haben diesen Fridge ausgeraubt, haben Inhalte gestohlen, sind ohne Erlaubnis in sein Innerstes eingedrungen. Wer macht den so etwas? Nicht einmal Kühlschränke sind mehr sicher, deswegen denk immer daran: Pass auf deinen Kühlschrank auf!
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10:59 AM
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Taupo Triathlon
Auf dem Schild steht folgendes:
Your biggest challenge isn’t somebody else. It’s the ache in your lungs and the burning in your legs and the voice inside you that yells CAN’T, but you don’t listen. You push harder and than you heard the voice whisper CAN. You then discover that the person you thought you were is no match for the one you really are!
Die grösste Herausforderung bei einem Triathlon ist für mich nicht sie Distanz. Das kann ich alles trainieren. Je länger die Distanz, desto mehr Training. Aber erstmal ganz langsam, eins nach dem anderen:
Haben wir heute in Taupo die Sprintdistanz (=750m Swim, 20K Bike, 5K Run) im Triathlon mitgemacht. Ja, WIR! Da Joern eh mit mir trainieren muss, hatte er heute seine Triathlon Premiere. Und wie war’s? Das Schwimmen war bei uns beiden richtig bescheiden. Nur soviel dazu: Joern haben die Beine gekrampft und er schwamm Brust und ich habe (mal wieder) hyperventiliert und die Variante Rücken gewählt. Shit. Muss ich dran arbeiten. Dafür war mein Radschnitt mit 29.5km/h phänomenal– und der Lauf war auch pasabel. Und Joern ist auch sehr zufrieden. Wir sind beide nicht letzter in unserer Altersgruppe geworden und hatten sehr viel Spaß. Ziel erreicht.
Viel wichtiger ist für mich aber, Spass an dem was ich mache zu haben. Egal wie schnell oder wie langsam, egal was andere dabei von mir denken. Einfach für mich. Heute waren wieder so viel irre kompetitive Leute am Start. Schneller als ich, klar. Aber so what? Sind an ihrer Kotzgrenze (aka anaerobe Schwelle) gelaufen, ohne nach links und rechts zu schaun. Macht das noch Spass?
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10:44 AM
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Freitag, Februar 02, 2007
fridge week #3: Care Instructions
Der Fridge ist kein gefühlskaltes Objekt. Nein, auch ein Fridge braucht besonderer Pflege. Bitte UNBEDINGT allen Pflegehinweisen auf dem Bild folgen!
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10:22 PM
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Fridge week: #2 Tupper-Parasiten
Jeder Fridge kennt sie und jeder Fridge fürchtet sie: Die Tupperparasiten!
Das Übel der Tupperparasiten hat ihren Anfang in Amerika genommen. Dabei hat sich die sehr radikale W.A.R.E. Version von Tupper schnell und dominant in dem Wohnzimmern amerikanischer Hausfrauen über die weite Welt ausgebreitet. Der Parasit hat dabei einen sehr raffinierten Fortplanzungsmechanismus entwicklet, der unter dem Schlagwort P.A.R.T.Y Einzug in den weltweiten Sprachgebrauch genommen hat. Diese Abkürzung steht dabei für:
P.rima, gibt noch Kekse?
A.ber ich muss doch kaufen!
R.ichtig günstig!
T.oll was neues!
Y.ipieh, ein echtes Schnäppchen!
Dabei appeliert der Parasit subtil an das Geltungsbedürfnis und den Gruppenzwang der Opfer (im weiteren Sprachgebrauch als die Hausfrau bezeichnet). Sobald nun die Hausfrau mit dem Tupper W.A.R.E. virus infiziert ist nimmt das Übel in der Familie und dem Freundeskreis seinen Lauf und vererbt sich häufig über mehrerer Generationen.
Und damit begann das Leidenszug des fridges weltweit, von Island über Deutschland bis in die letzten sonnigen Flecken und selbst vor jugendlichen fridges machen die Tupperparasiten nicht stop. Einfach diagnostizieren lassen sich diese bunten Wesen an ihrem oft milchigen Äusseren und nur vage zu erkennenden, oft in der Haarigkeit der Unerkenntlichkeit verschwommenen Inhalten. Dabei besetzten diese Parasiten strukturbedingt alle Ecken und Fächer. Sie vertreiben Obst und Gemüse aus ihren angestammten Revieren und nehmen selbst Käse und Wurst gefangen. Dies führt langfristig zu irreparablen Schäden in der Fauna und Flora des Frigdes. Vorsicht ist daher jederzeit geboten!
In der nächsten Ausgabe der fridge week: Pflegehinweise für ihren Fridge!
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Donnerstag, Februar 01, 2007
The Fridge Week: #1 The Common Fridge
Tag 1 gilt dem common fridge. Mei, was wären wir den auch ohne ihn? Wir müssten jeden Tag unsere Nahrung frisch kaufen, weil sie kaum länger als einen Tag halten würde. Das ist wie Dauercampen in den eigenen vier Wänden. Unser Kühlschrank ist die Woche nicht wirklich spekatulär. Obst, Gemüse, healty stuff eben....
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Dienstag, Januar 30, 2007
My Map Of The World
Wow, das sind die Länder die ich schon bereist habe (ok, die Staaten kommen erst in 8 Wochen sind aber schon bezahlt und mental schon bereist - damit gilt das). Und WOW, da gibt es noch so viel zu sehen. Die 18 Länder die ich schon bereist habe sind grad mal 8%! Asien ist bei mir noch total blank, genauso wie Lateinamerika, Afrika und Osteuropa! Dafür ist Australien und Neuseeland vollständig abgedeckt. Du kannst dir deine eigenen Worldmap hier anschauen!
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9:56 PM
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Schöner Schein
Wow, sieht unser Haus nicht toll aus? Ich bin ganz beeindruckt! Unsere Abreise rückt so langsam im greifbare Nähe und damit auch der Umzug - und damit auch die Kündigung des Mietvertrages. Unsere Vermieter hat es gefreut, weil sie so ihr Haus früher auf dem Markt zum Verkauf anbieten können. Neuseeland ist da ähnlich wie in den Staaten: Man hat einen real estate agent der sich um den ganzen Verkauf kümmert. Er macht Bilder, promotet das Haus, führt Interessenten rum und so weiter. Heute morgen wurden dann auch schon die Bilder von unserem Haus gemacht und ins Netz gestellt (hier gucken). Zuerstmal musste ich dann heute Abend feststellen, dass sich unser ganzes Fahrradzimmer inklusive Adresse in Internet abgebildet gefunden hat. Hallo Einbrecher, hereinspaziert! Sie haben es dann auch gleich eingesehen, und dieses Bild wieder rausgenommen. Ein Schelm wer hier Böses über Kiwis denkt.
Die Bilder sind auf jeden Fall klasse. Das es eigentlich eine Bruchbude ist kann man kaum erahnen! Und bitte: Honoriert den tiptop gemachten Garten! Wir sind ja beide so tolle gardening people! Das war unserem Makler das allerwichtigeste: Hauptsache der Rasen ist in Schuss. Soll mir noch mal einer erzählen, wie Schwaben seinen spiessige Häuslesbauer....
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Montag, Januar 29, 2007
Begrenzung
Es geht natürlich auch anders. Ist ja auch viel einfacher auf der eigenen Seite des Zauns zu bleiben. Oft reicht es auch, nur durch ein Loch zu schielen um zu wissen, dass die andere Seite nichts für einen ist. Warum denn all den Trubel machen, nur um mal zu gucken, wie es auf der anderen Seite ausschaut. Angst machen mir eigentlich nur die Leute, die den Zaun nicht einmal mehr sehen.
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9:53 AM
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Sonntag, Januar 28, 2007
WIZO
Herrlich, was man beim Aufräumen nicht alles findet. Alte Schätze und Kuriositäten, die Erinnerungen an ganz verschiedenen Zeiten wieder hervorbringen. So hab ich heute eine alte CD gefunden. Ich weiß nicht einmal, woher ich diese CD habe, da ich erst Jahre später einen CD Player bekommen habe. Die CD ist von der Musikgruppe WIZO, das Album heisst „Für’n Arsch“ und ich war in meinem zarten Alter von 14 Jahren auf meinen ersten Punk Konzert – als Tochter, deren Eltern beide bei der Bank arbeiten. Mit so inspirierenden Texten wie „was früher die Gestapo war ist heut der BKA, nur früher setzten sie Henker ein und heut die GSG9…“* wurde die Band auch relativ schnell von der oben genannten Vereinigung auf den Index gesetzt und insbesondere dieses Lied verboten. Ich hatte weder zerrissene Klamotten, noch schwarze gefärbte Haare fand es aber cool mit den Jungs Pogo zu tanzen.
Schön das manche Dinge im Leben der Vergangenheit angehören!
* Der Titel heißt „Kopfschuss“ in Anspielung auf den Tot des RAF Terroristen Wolfgang Grams 1993
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Samstag, Januar 27, 2007
Vertrauen
*Nein, DIESER Hintern gehört keinem von uns. DIESER Hintern hat heute ein 150km Rennen in sub 3:30h gewonnen.
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Freitag, Januar 26, 2007
Donnerstag, Januar 25, 2007
Feuerkinder
Manchmal ist es recht schwer, die richtigen Wort zu finden. Ich suche grade danach, meine Gedanken irgendwie mit dem Erlebten zusammen zu bringen. Wir haben heute Abend Feuerspielen im Park zuschauen können. Aus meiner Erfahrung übt insbesondere das Feuer eine ganz grosse Faszination auf den Menschen aus. Wohl, weil es so unberechenbar und gleichzeitig so wunderschön ist. Nicht heute Abend. Die Feuerkinder waren der letzte Programmpunkt um 22h und die Zuschauer gingen. Warum?
Diese Feuerkinder hatten nicht den typischen Strassenkünstler oder Hippiecharm, der Feuerkinder meistens umgibt. Ich würde sie viel eher als gefallene Engel bezeichnen - laute, agressive Musik, sehr gothic, sehr lebensverneinend. Wie können so negative Menschen so etwas wunderschönes mit dem Feuer zaubern? Das war der erste Gedanke.
Der zweite Gedanke dreht sich mehr um das Feuerspiel an sich. Der Mensch wird zum absoluten Mittelpunkt seines eigenen kleinen brennenden Universums das sich schneller und schneller und schneller dreht. Passt er nicht auf und dreht zuschnell, stürzt er und verbrennt sich. Wird er aber langsamer und bleibt stehen sinken die Kugeln zu Boden und verlieren ihre Faszination. Ein Dilemma.
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Dienstag, Januar 23, 2007
Hippopotamus
Da gibt es eine Geschichte die ich sehr mag. Vielleicht ist die etwas trivial, und vielleicht kommt sie manchen aus dem Film „Along came Polly“ bekannt vor - ich mag sie jedoch sehr. And here it comes: The Story of the hippo.
“It’s about a hippopotamus. This hippopotamus is not one going, "Cool beans, I am a hippo." No way, Jose! So he tried to paint the stripe on himself to be like the zebra, but he fools no one. Then he tried to put the spot on his skin to be like the leopard, but everyone knows he is a hippo. So, at certain point, he looked at himself in the mirror and he just said, "Hey, I am a hippopotamus and there is nothing I can do about it." As soon as he accepted this, he lived life happy. Happy as a hippo, you understand?”
Vielleicht mag ich diese Geschichte so sehr, weil ich als Kind ein circa 1 Meter langes Kuschel-Hippo besaß. Ich glaube, meine Großmutter hatte das genäht. Vielleicht aber auch, weil es irgendwie cool ist an den Punkt zu kommen, an dem man sagen kann: „Cool beans, I’m a hippo!“.
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Montag, Januar 22, 2007
Cirque du Solei
Dieses Wochenende haben wir in Auckland verbracht und uns die Vorführung des Cirque du Solei angeschaut. Und was soll ich sagen...wir sind begeistert!
Der Cirque du Solei ist nicht zu vergleichen mit dem schödem Zirkus der Kindheitserinnerung. Kein schmudeliger Boden, keine Tierdressur, kein alter Mief. Vielmehr ein artistisches Theater, das ein Märchen ganz ohne Sprache erzählt. Faszinierend und ganz schwer in Worte zu fassen. Wer die das Grand Chapiteau zu besuchen sollte es unbedingt wahrnehmen! Ich habe meinem Mund vor Staunen gar nicht mehr zu bekommen. Ein Fest an Farbe, Bewegung und Musik. Und das die ganze Vorstellung über! Bühnenbild, Kostüme, Akrobatik - alles war stimmig und hat keine Wünsche übrig gelassen. Und erst die Körperbeherrschung, Kraft, Anmutung und Ästhetik der Künstler! Amazing!!!!. Denn seit dem Wochenden weiss ich es ganz genau: Der Mensch kann fliegen, wenn er nur will!
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Donnerstag, Januar 18, 2007
C/2006 P1
Das ist er: C/2006 P1 oder auch McNaught Komet. Er hat vor ein paar Tagen die Sonne passiert und strahlt nun über Neuseeland. Als wenn eine Sternschnuppe in Zeitlupe fällt, man aber trotzdem sieht, dass sie sich bewegt. Ich bin noch ganz beeindruckt angesichts der Grösse des Kometens und der Nähe zur Erde. So nahe! Wunderschön! Wie klein der Mensch doch ist!
Die nächsten Tage sind wir wieder unterwegs und werden nicht bloggen.Ab Montag können wir dann wieder von unseren Abenteuern berichten... stay tuned!
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Mittwoch, Januar 17, 2007
DAS GUTE "K"
Unsere Sprache ist wunderbar. Aus nur 26 Buchstaben lassen sich ganz einfach tausende wunderschöne Worte zaubern. Je nach Stimmung, Lust und Laune und Anlass können wir sogar zwischen verschiedenen Sprachen wählen. Deutsch für ernsthaftes und tiefgehendes, englisch wenn es schnell gehen muss oder spanisch, zum richtig schön fluchen. Manche Buchstaben sind recht hip und überall mit von der Partie (zu nennen allen voran das A-Team), andere sind eher Einzelgänger (Der fabulöse Q aus Star Treck zum Beispiel) und machen sich rar. Aber was genau macht das "K" denn nun so speziell? Aus "K" lassen sich schnell Kultur, Keimzelle, Krieg bilden (spontanes Brainstorming). Oder klettern, kiten und klabautern. Mir persönlich ist das "K" zu hart. Ich kann nicht ganz nachvollziehen, was daran so special sein soll.
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Dienstag, Januar 16, 2007
BIOSECURITY
Heute habe ich ein Päckchen bekommen, über das ich mich sehr gefreut hab. Eine verspätete Weihnachtpost von meiner kleinen Schwester. Vielen lieben Dank.
Aber was ist das - die Biosecurity hat es geöffnet! Also richtig aufgemacht und reingeschaut. Dazu muss man erstmal wissen, dass Neuseeland sehr strenge (paranoide?) Einfuhrbestimmungen hat. Sie sind sehr bemüht, sich keine Tierplagen, Fruchfliegen oder sonstige Dinge einzufangen. In der Praxis bedeutet das, dass alle frischen Lebensmittel bei der Einfuhr abgegen und die Wanderschuhe desinfiziert werden müssen (wegen Samen oder Pollen). Hierzu werden Hunde eingesetzt, die z.B. einen Apfel im Gepäck erschnuppern. Wahrscheinlich haben die Hunde auf das beigelegte Glühweingewürz reagiert. Und die MAF hat das Päckchen dann geöffnet.
Meine Post geöffnet! Von fremden Menschen! So muss es sich in der DDR angefühlt haben, bzw. so wird es sich wohl in jedem totalitären Staat anfühlen, der Privatrechte missachtet. Und es ist ein unangehmens Gefühl! Es liegt noch nicht einmal eine Information bei, ob sie etwas rausgenommen haben. Das Gemeinwohl über die Rechte des Einzelnen zu stellen scheint ja zur Zeit sehr populär. Es führt in letzter Instanz jedoch zu einem totalitäres System, das Folter und Menschenrechtsverletzungen toleriert und Meinungsfreiheit und Individualität unterdrückt. Das muss sich jeder vor Augen führen der jetzt sagt, "Mensch Mel, stell dich nicht so an wegen dem Paket".
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Montag, Januar 15, 2007
Strawberry fields forever
Remember that sweet taste, that strong smell all over the kitchen? When summer starts and strawberries are on special everywhere? There is a small company down the road selling strawberries direct from the field. No central warehousing or chiller chain - just freshly picked strawberries. That are the small pleasures in life. Next time I will pick them myself. I have never done this yet and think, that makes them even sweeter.
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Sonntag, Januar 14, 2007
AUSTRALIA IV: NYE
New Years Eve Brisbane South Banks

Wir wünschen Euch allen nochmal ein wunderschönes, erfolgreiches und gesundes Jahr 2007. Das waren die letzen Aussi Pics. Ab morgen dreht sich wieder alles um lieben und leben mit dem kiwi...
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Samstag, Januar 13, 2007
AUSTRALIA III: Wildlife
Incredible 1.50 meters long! And it was just hanging around at our barbeque place! Probably they (there were 3 of them) found the place as sunny and nice as we did...
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Freitag, Januar 12, 2007
Donnerstag, Januar 11, 2007
Mittwoch, Januar 10, 2007
Jet lag
Manchmal muss man gar nicht viele Zeitzonen durchqueren um sich jet lagged zu fühlen – es reicht um 4h früh von Australien nach New Plymouth zurückzukommen und um 7h schon wieder auf dem Weg zur Arbeit zu sein. Defacto liegen nur 3 Stunden Zeitunterschied zwischen dem urbanen und warmen Brisbane und dem grauen, regnerischen kiwi Farmland – es sind jedoch subjektiv gefühlte 20 Jahre. Mir scheint, es gibt einen time warp factor ähnlich demwind chill factor. Wir fühlen uns sehr gerädert.
Wir hatten auf jeden Fall eine herrliche Zeit. Zu den Topmomenten dieser Reise haben definitiv das Feuerwerk an New Years Eve in Brisbane gehört, kite surfen mit Stachelrochen in Surfers Paradise, Koalas in freier Wildbahn im Nossa National Park und der perfekte Bikini-Surftag in Nossa. Die nächsten Tage zeigen wir euch ein paar Bilder – aber zuerst brauchen wir ein wenig Schlaf!
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Mittwoch, Dezember 20, 2006
Alle Jahre wieder…
Die Königskinder wünschen ein paar wunderweihnachtliche Festtage und natürlichen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Auf das das neue Jahr neue Erfahrungen und Veränderungen bringt und uns die schönen Dinge bewahrt.
Wir verlassen das kalte unfreundliche Neuseeland in Richtung sunny Australia und werden 3 Wochen an so magischen Orten wie Byron Bay und Noosa verbringen...wie im vergangen Jahr auch.
Bis zum 10. Januar wird es daher auch keine weiteren Post geben. Aber danach geht die spannende Zeit erst richtig los. Der kiwi Sommer steht an und dann geht es ja auch via SFO back 2 Germany....so long stay tuned, und kommt gut und ohne grosses Blessuren nach 2007!
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Dienstag, Dezember 19, 2006
Das war unser 2006....
Der Familie mitzuteilen, dass wir nach Neuseeland gehen war keine schoene Zeit. So weit weg, da Leben doch nur Schafe und Bauern, und Strom haben die auch nicht lange. Du wirfst deine Karriere weg, dafür hast Du doch nicht studiert! Und 36h Flug ist zu lange um euch je besuchen zu kommen!
March: A perfect dayHui wir haben geheiratet!!!!! Schade nur, das wir gleich danach unsere Freunde und Familie in Deutschland zurücklassen mussten.
March/April:Going overseas
2 Königskinder auf grosser Fahrt. Mit Sack und Pack, grossen Plänen und Erwartungen auf nach Neuseeland. Die grossen Ernüchterung kam schon nach 2-3 Wochen: Wo sind wir hier nur gelandet? Willkommen in der Provinz ohne Job in Aussicht. Kein guter Start.
May-November:It’s cold and still raining and raining and raining

Ich habe noch nie in meinem Leben so lange und so viel gefroren. Noch nie! Jeden morgen waren wir beim Frühstück in dicke Socken und Decken eingewickelt und konnten unseren Atmen sehen so kalt war es. Das drückt aufs Gemüt. Wenigstens hab ich Arbeit die mich etwas weiterbringt. Ohne Skype und MSN und die Gedult von ein paar ganz lieben Freunden hätte ich das bestimmt nicht durchgestanden. Wer kam nur auf dieses besch**** Idee nach Neuseeland zu gehen. Das Land der weissen Wolke...eigentlich klar, dass es dort immer regnet.
Die Entscheidung ist gefallen, die Tickets gekauft, die Spedition kontaktiert: Wir gehen wieder Heim. Ein Jahr Auslandserfahrung ist erstmal genug. Und es fühlt sich gut an. Zudem macht sich ganz langsam etwas wärmeres Wetter breit, die Laune wird besser und wird von der Aussicht nach Hause zu kommen beflügelt. Jetzt können wir auch anfangen es zu geniessen.
Was am Ende übrig bleibt:
Ein paar sehr gute Freundschaften die wirklich mit durch dick und dünn gegangen sind. DANKE!!!!
Das gute Gefühl es trotzdem der miesen Phase gemacht zu haben und ganz viele Erfahrungen und Erlebnisse mitzunehmen. Wer es nicht macht, kann nicht wissen, wie es gewesen wäre!
Vielleicht hab ich dieses Jahr "meine Karriere" nicht wirlich vorangetrieben, gelernt haben wir trotzdem immens viel. Und bereuen tut wir es auch nicht.
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